HR & Career

10 Fragen für das Klima: Nachhaltige Unternehmen und umweltbewussten Arbeitsplatz erkennen

Tatjana Müller, Content Managerin bei ENVIRIA, steht vor bunter Wand mit ENVIRIA-Logo.

Tatjana Müller

Content Managerin

Veröffentlicht

Die Jobsuche ist eine Herausforderung für sich: Jobportale durchforsten nach passenden Positionen, zahlreiche Stellenanzeigen lesen, Lebensläufe anpassen und sich im besten Licht präsentieren. Das alles kostet Zeit und Energie. Zudem hat man gewisse Anforderungen an einen neuen Job: Nicht nur die Vergütung soll passen, sondern auch die Unternehmenskultur und die Option auf Weiterentwicklung. Darüber hinaus streben viele Fachkräfte eine nachhaltige Karriere an und möchten umweltbewusste Jobs.

Das bedeutet für den Arbeitsmarkt: Nicht nur Jobsuchende müssen sich um eine passende Stelle bemühen, sondern auch Unternehmen müssen sich als attraktiver Arbeitgeber verkaufen. Doch was genau macht einen Arbeitgebenden heute attraktiv?  

Als nachhaltiger Arbeitgeber steht man hoch im Kurs 

Neben Flexibilität und Gestaltungsfreiraum ist Nachhaltigkeit heutzutage ein zentraler Faktor für Jobsuchende. Der Begriff „Climate Quitting” ist in aller Munde: So nennt es sich, wenn Angestellte ihren Arbeitsplatz kündigen, weil dieser nicht umweltfreundlich gestaltet ist. Was bedeutet das im Umkehrschluss für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen?  

Für sie heißt das, dass eine Unternehmenskultur mehr sein muss als Firmenfeiern und frisches Obst. Arbeitsalltag und Employer Branding müssen auf die Fragen antworten, die Jobsuchende interessieren: Wie fortschrittlich ist ein Unternehmen? Wie steht es zur Energiewende? Und welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bzw. wie wird diese gelebt?  

Woran Jobsuchende Unternehmen und Stellen mit Nachhaltigkeit erkennen und an welchen Stellschrauben Arbeitgeber demnach drehen sollten, zeigen wir in der folgenden Auflistung. 

10 Fragen, durch die ein nachhaltiger Arbeitgeber zu erkennen ist

1. Dient das Unternehmen einem Bigger Purpose”? 

Schon lange reicht es Arbeitnehmenden nicht mehr aus, einen Job mit gutem Gehalt und 30 Tagen Urlaub zu haben. Flexibles Arbeiten und Work-Life-Balance stehen ganz oben auf der Wunschliste. Doch das bedeutet nicht, dass die Fachkräfte von heute faul sind. Einem Großteil ist der Job sogar besonders wichtig. Kein Wunder also, dass auf dem Arbeitsmarkt Unternehmen gefragt sind, die Jobs mit Sinnhaftigkeit und Stellen mit Nachhaltigkeit – mit einem „Bigger Purpose” – anbieten. 

Das Beispiel der Climate Quitters zeigt, dass Nachhaltigkeit für kommende Generationen eine große Rolle spielt. Unternehmen, deren Kerngeschäft zum Erreichen der Klimaziele beiträgt und eine nachhaltige Zukunft fördert, haben daher sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.  

2. Lief das erste Bewerbungsgespräch per Video oder Telefon? 

Jedes Unternehmen gestaltet seinen Bewerbungsprozess individuell. Bei manchen sind es zwei Gespräche, bei manchen drei, bei manchen startet die Recruiting-Abteilung mit dem ersten Gespräch, bei manchen ist direkt der Geschäftsführer bzw. die Geschäftsführerin involviert.  

Ein Indiz für effiziente, fortschrittliche und nachhaltige Unternehmen kann das erste Kennenlernen sein und ob dieses direkt vor Ort oder aber per Videochat oder Telefonat stattfindet. Der persönliche Eindruck vor Ort mag oft der entscheidende sein, und doch genügt für eine erste Orientierung beider Seiten die umweltfreundlichere Online- bzw. Telefonvariante – mal abgesehen davon, dass beide Parteien zwei (Auto)Fahrten sparen.  

3. Ist Home Office eine Option?

Home Office ist im Arbeitsleben keine Seltenheit mehr. Für Jobs, bei denen das Arbeiten aus den heimischen vier Wänden möglich ist, gibt es verschiedene Home-Office-Modelle, die sich von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden. Generell gibt es verschiedene Gründe dafür, im Home Office zu arbeiten. Sei es ein sehr langer Arbeitsweg oder dass gewisse Aufgaben zuhause besser und schneller gelingen, da die Ablenkung durch die Kollegschaft geringer ist.   

Home Office hat aber – wie der Verweis auf den langen Arbeitsweg schon zeigt – auch den Effekt, dass hochgerechnet an zahlreichen (Auto)Fahrten gespart wird und es daher eine umweltfreundliche Alternative zur täglichen Pendelei darstellt. Das grundsätzliche Angebot von Home-Office-Modellen, ob nun ganz oder teilweise, ist demnach ein Faktor, an dem umweltbewusste Jobs und Stellen mit Nachhaltigkeit zu erkennen sind.

4. Welche Partnerschaften hat ein Unternehmen?  

Mit wem arbeitet ein potenzieller Arbeitgeber zusammen? Sind es Partnerschaften mit Firmen, die nachhaltig agieren? Im Rahmen von CSR (Corporate Social Responsibility) und ESG-Kriterien (Environmental Social Governance) stehen Unternehmen in der Verantwortung, Entscheidungen auch im Hinblick auf Umwelt, Nachhaltigkeit und Sozialfragen zu treffen. Wenn ein Unternehmen Bewusstsein für Themen dieser Art zeigt und sich damit beschäftigt, ist das ein weiterer Faktor, der für Nachhaltigkeit und Weitblick spricht.  

5. Kann das Unternehmen spezielle Auszeichnungen oder Zertifizierungen vorweisen?  

Wer nur nachhaltige Unternehmen in die engere Auswahl von potenziellen Arbeitgebern setzen möchte, sollte einen genaueren Blick auf die entsprechenden Websites werfen. Sind spezielle Auszeichnungen für Umweltbewusstsein vorhanden? Kann ein Unternehmen aussagekräftige Zertifizierungen oder Mitgliedschaften vorweisen, wie zum Beispiel beim Bundesverband neue Energiewirtschaft (bne) oder bei der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)? Ein zweiter Blick auf eine Website lohnt sich, werben doch manche Unternehmen nicht ganz so plakativ mit ihren Auszeichnungen. Wer weiß, ob sich hier nicht die Chance auf eine nachhaltige Karriere ergibt? 

6. Hat das Unternehmen eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach? 

Ein weiteres Indiz für das Umweltbewusstsein eines Arbeitgebenden ist, wenn dieser den für den Betrieb benötigten Strom über eine Photovoltaik-Anlage selbst erzeugt. Das spart Ressourcen und ist eine langfristige Investition, sowohl in das Unternehmen als auch in eine nachhaltige Zukunft.  

Dabei müssen Unternehmen nicht zwangsläufig eine eigene Photovoltaik-Anlage besitzen, sondern können diese auch mieten oder ihr Dach verpachten, um Grünstrom zu beziehen und über die Dachfläche einen klimafreundlichen Beitrag zu leisten.  

7. Büroalltag: Wie steht es um Mülltrennung, Druckernutzung & Co.?  

Oft beginnt es im Kleinen: Trennt ein Unternehmen den Müll? Wird der Drucker unnötig oft gebraucht oder nur, wenn es wirklich wichtig ist? Stehen in der Küche Plastikflaschen, Glasflaschen oder zum Beispiel einfach ein Sprudler?  

Natürlich geht es nicht darum, pedantisch auf jeden kleinen Beweis für Nachhaltigkeit zu achten oder darüber zu urteilen. Und doch kann der Büroalltag im Großen und Ganzen ein Hinweis darauf sein, inwiefern einem Unternehmen Umweltbewusstsein wichtig ist.  

8. Wie viele Geschäftsreisen stehen an? Erfolgen diese per Flugzeug oder Bahn? 

Je nach Branche und Beruf können pro Jahr einige Geschäftsreisen anstehen. Nicht jedes Mal lassen sich Flüge vermeiden, jedoch zeigt sich das Umweltbewusstsein eines Unternehmens unter anderem auch daran, ob Reisen im Inland immer mit dem Flugzeug oder mit der Bahn bzw. dem Auto bestritten werden.  

Wer viel reisen muss und wem wichtig ist, die eigenen Geschäftsreisen so nachhaltig wie möglich zu gestalten, könnte dies offen beim Bewerbungsgespräch oder bei der Personalabteilung erwähnen, um gemeinsam Optionen zu besprechen. Ein nachhaltiger Arbeitgeber wird ein offenes Ohr für Vorschläge haben.  

9. Setzt das Unternehmen auf Elektromobilität? 

Vor allem bei Vertriebsabteilungen und technischen Fachkräften, die regelmäßig Kundschaft oder Baustellen besuchen, kommt ein Unternehmen um Autofahrten nicht herum. Die Frage ist in dem Fall, mit welcher Art von Fahrzeug diese erfolgen. Nutzt das Unternehmen Verbrenner als Dienstwagen oder setzt es bereits auf Elektromobilität? Letzteres wäre definitiv ein weiterer wichtiger Schritt Richtung nachhaltige Karriere und Zukunft.  

10. Gibt es vegetarische und vegane Angebote beim Firmenfest?  

Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, tut dies unter anderem, um das Klima zu schützen. Die Fleisch- und Milchviehhaltung macht knapp 70 Prozent aller landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen und mehr als 5 Prozent der gesamten Emissionen in Deutschland aus. Wer auf tierische Produkte verzichtet, verringert demnach seinen ökologischen Fußabdruck.  

Nun soll es auch hier natürlich nicht darum gehen, Menschen einen bestimmten Lebensstil aufzuzwängen. Es geht darum, Bewusstsein und Optionen zu schaffen – und das kann auch ein Unternehmen, indem es bei Firmenfeiern zusätzlich vegetarische oder vegane Gerichte anbietet.  

Nachhaltige Karriere gesucht? ENVIRIA bietet umweltbewusste Jobs.

Die Vision von ENVIRIA ist eine radikal einfache Energiewende: Wir bieten ein ganzheitliches System an, mit dem der Umstieg auf Photovoltaik für Unternehmen leicht und mühelos gelingt – von der Planung bis zur Wartung. Du möchtest eine nachhaltige Karriere, Teil unseres Teams werden und deinen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien leisten? Dann bewirb dich jetzt bei uns. Wir freuen uns auf dich!  

Tatjana Müller, Content Managerin bei ENVIRIA, steht vor bunter Wand mit ENVIRIA-Logo.

Content Managerin

Tatjana Müller

Tatjana Müller ist Content Managerin bei ENVIRIA und erstellt vielfältige Inhalte und Textformate rund um das Thema Photovoltaik. Ihr Know-how in technischen Themen eignete sie sich in jahrelanger Tätigkeit als Redakteurin für die IT-Branche an, die sie unter anderem zur Expertin in Solarthemen machte. Als Content Managerin liebt sie das kreative Aufbereiten von komplexen Inhalten genau so wie Podcasts und Zugreisen durch Europa.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften